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Pressemitteilung

Der Vorstand der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft Ankershagen e.V. (HSG) hat beschlossen, beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Vorschlag einzureichen, den Archäologen und Trojaausgräber Heinrich Schliemann (1822-1890) durch die Aufnahme seiner Büste in die Walhalla zu ehren.

In der Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf bei Regensburg werden seit 1842 bedeutende Deutsche sowie mit der Geschichte Deutschlands verbundene Persönlichkeiten durch Gedenktafeln und Marmorbüsten geehrt. Im Auftrage des bayerischen Königs Ludwig I. errichtete der Architekt Leo von Klenze (1784-1864) hoch über der Donau eine Ehrenhalle in Gestalt eines griechischen Tempels.

Die Walhalla ist Eigentum des Freistaates Bayern. Über eine Neuaufnahme entscheidet der Bayerische Ministerrat. In diesem Jahr wurde der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß (1777-1855) geehrt. 2008 soll die Philosophin und Pädagogin Edith Stein (1891-1942), 2009 der Schriftsteller Heinrich Heine (1797-1856) folgen.

Heinrich Schliemann hat durch seine bahnbrechenden Pionierleistungen in der Archäologie und Aufsehen erregenden Ausgrabungen in Troja, Mykene u. a. Stätten des vorklassischen Griechenlands wesentlich zum Erkenntnisfortschritt unserer Kulturgeschichte beigetragen. Er gilt als Entdecker der mykenischen Kultur, einer frühen europäischen Hochkultur und als Wegbereiter der Feldarchäologie.

Der Mecklenburger Heinrich Schliemann wurde 1822 in Neubukow geboren und verlebte in Ankershagen (Landkreis Müritz) von 1823 bis 1831 seine frühe Kindheit. In seinem Elternhaus wurde im Jahre 1980 ein Schliemann-Museum mit einem Archiv eingerichtet, das sich in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum der Schliemannforschung entwickelt hat.

Die HSG Ankershagen e.V. bemüht sich mit ihren mehr als 200 Mitgliedern in 13 Ländern gemeinsam mit dem Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen (HSM) um die Pflege und Bewahrung des Erbes des bedeutenden Archäologen.

Rainer Hilse
Vors. der HSG

 

Heinrich Schliemann: Bild größer
Das Museum: Heinrich-Schliemann-Museum
Bild größer Zeichnung von
Werner Schinko, Röbel