E-Mail | Newsletter | Impressum

Autographenarchivierung

Die archivalischen Bemühungen des Heinrich-Schliemann-Museums zielen vor allem darauf ab, Autographen Heinrich Schliemanns zu sammeln, zu erhalten, elektronisch zu archivieren und aufzubereiten. Zu diesem Zweck werden alle erreichbaren Originale eingescannt, um mit der digitalen Version weiterarbeiten zu können.

Der Grundstein für das Autographenarchiv wurde 1987 gelegt, als Martin Karsten (ein Enkel von Schliemanns Schwester Louise) dem Museum 71 Originalbriefe schenkte, die aus der Feder Heinrich Schliemanns, seines Vaters Ernst Schliemann, seiner Ehefrauen Ekaterina und Sophia sowie seiner Kinder Sergej und Andromache stammen. Durch weitere Schenkungen und gezielte Ankäufe konnte der Bestand deutlich erweitert werden.

Mitte der neunziger Jahre konnten die technischen Voraussetzungen für die optoelektronische Datenerfassung gelegt werden, indem geeignete Computertechnik einschließlich der benötigten Software angeschafft wurde. Im Herbst 1996 begannen die Arbeiten zur Autographenarchivierung.

Die im Besitz des Museums befindlichen Autographen wurden bis 1997 vollständig elektronisch erfasst. Es wird nun daran gearbeitet, weitere Originale, die sich in Privatbesitz befinden, dem Museum aber zur Erfassung und Auswertung zur Verfügung stehen, in die elektronische Datei zu übertragen.

Seit 2005 befinden sich 35.274 Autographen der "Serie B (B) Correspondences" der Gennadius-Library (Amerikanische Schule für Klassische Studien) in Athen als Faksimiles im Archivbestand des Musems. Diese sind über eine Namensliste erschlossen. Nach einem Antrag bei der Gennadius-Library können sie als Kopie (gegen eine Gebühr) für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Zielstellung der Archivierung:

Die sowohl nach den Regeln der alphabetischen Katalogisierung (RAK) als auch nach den Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) strukturierte Datei ist so konzipiert, dass sie in die Zentraldatei der Autographen (ZDA) bei der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin eingebunden werden kann.


Bibliothek

Wissenschaftliche Fachbibliothek und Bestandskatalog

Die Heinrich-Schliemann-Gesellschaft hat sich in ihrer Satzung die Aufgabe gestellt, für das Museum eine Präsenzbibliothek einzurichten, die für Forschungszwecke zur Verfügung steht. Von diesem Satzungszweck ausgehend, wurde eine wissenschaftliche Fachbibliothek eingerichtet, die Schriftgut von und über Heinrich Schliemann sowie aus dem Fachgebiet Archäologie, mit Bezug zu Heinrich Schliemann und zur griechischen Antike sammelt.

Inzwischen ist der Bibliotheksbestand auf mehr als 5.000 Titel angewachsen, die in einem elektronischen Katalog verzeichnet sind und benutzerfreundlich per PC recherchiert werden können.

Jährlich wird eine Ergänzung zum Bestandskatalog der Schriften von und zu bzw. mit Bezug zu Heinrich Schliemann erarbeitet. Er enthält zurzeit ca. 3.400 Titel. Dieser Katalog kann auf Wunsch gegen eine Gebühr in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden.

zum Seitenbeginn

 

 

Archiv

Autographen

Archivar
Gerhard Pohlan
Bibliothek



Bibliothekskatalog