Sonderausstellungen | Rückblick ||
vorhergehende Seite
März bis August 2003
"Iliou Melathron - Heinrich Schliemanns Wohnpalais in Athen"
Autor: Prof. Dr. Georgios Stylianakos Korrés, Athen
|
"Da ich zeitlebens in kleinen Häusern wohnte, möchte ich die restlichen Jahre meines Daseins in einem großen Bau verbringen." Heinrich Schliemann Erstmals war in der Öffentlichkeit eine Ausstellung zu sehen, die Schliemanns Athener Wohnpalast zum Gegenstand hatte - eines der repräsentativsten, originellsten und prächtigsten neoklassizistischen Gebäude Europas - die Zierde der Stadt Athen (so der Autor der Ausstellung, Prof. Korrés). |
Die Exposition zeichnete die Entstehungsgeschichte des Hauses nach, machte in zahlreichen Fotos mit der weniger bekannten Innenausstattung des Palais vertraut (Ausmalung, Dekore, architektonische Besonderheiten) und beschrieb die Nutzung des Gebäudes nach Schliemanns Tod im Jahre 1890.
Die Eckdaten im Überblick:
- Nach seiner Hochzeit mit Sophia Engastromenos fasst Schliemann 1869 den Entschluss, sich in Athen ein Wohnpalais zu bauen. Sein Auftrag an den aus Sachsen stammenden Architekten Ernst Ziller lautet: "Da ich zeitlebens in kleinen Häusern wohnte, möchte ich die restlichen Jahre meines Daseins in einem großen Bau verbringen. Ich möchte Weiträumigkeit und nichts mehr. Du kannst jeglichen Stil auswählen, meine einzige Forderung ist eine breite Marmortreppe, die vom Erdgeschoss zum ersten Stockwerk führen soll und als oberer Abschluss eine Terrasse."
- Ziller entschied sich für den italienischen Renaissance-Stil toskanischer Prägung. Mit der Innenausmalung wurde der Slowene Jurij Subic beauftragt, der ein ganzes Jahr im Iliou Melathron arbeitete.
- Am 30. Januar 1881 wurde mit großem Pomp die Einweihung des Hauses gefeiert, dessen Baukosten sich auf 439.650 Drachmen beliefen.
- Als Schliemann 1890 starb, ging das Haus in den Besitz seiner Frau Sophia über. Sie verkaufte das Haus 1926 an den griechischen Staat.
- Von 1934 bis 1981 war das Iliou Melathron Sitz des obersten Gerichtshofes von Griechenland, des Aeropag.
- Bereits seit 1973 bemüht sich Prof. Korrés darum, das Monument vor Entfremdung zu retten und es als Schliemann-Museum bzw. Schliemann-Forschungszentrum oder auch als Schliemann-Begegnungsstätte zu etablieren - bislang vergeblich.
- Seit 1984 wird an der Sanierung des Hauses gearbeitet. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis April 2004 (Olympische Spiele in Athen) andauern.
- Am 11. Dezember 1998 zog das Numismatische Museum in das erste Obergeschoss ein.
Raumaufteilung des Gebäudes
Das Erdgeschoss beherbergte Heinrich Schliemanns Museum und die Hauswirtschaftsräume.
Im ersten Obergeschoss befanden sich die großen Empfangsräume und Gästezimmer.
Im zweiten Obergeschoss waren Schliemanns Arbeitsräume, seine Bibliothek mit Büro und die Wohnräume der Familie eingerichtet.
Übersicht weiterer Sonderausstellungen














