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Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Museums, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt.


5. Juli 2015, 11:00 Uhr | Vortragsraum des Museums

145. Sonntagsvortrag

"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da!" (Ausspruch der Antigone im Werk des Sophokles)

Rezeption der minoischen und mykenischen Kulturen in
Literatur, Kunst und Musik bis in die Moderne I: Musik

In den beiden Sommermonaten Juli und August wollen wir uns mit der Rezeption der minoischen und mykenischen Kulturen in Literatur, Kunst und Musik beschäftigen und beginnen mit letzterer. Schon lange vor den Ausgrabungen Heinrich Schliemanns in Troia (seit 1871), Mykene (1876) und Tiryns (1884/85) sowie den Entdeckungen von Sir Arthur Evans in Knossos (seit 1900) und italienischer, französischer und griechischer Forscher in den minoischen Palästen von Phaistos, Malia und Kato Zakros wurden große Komponisten vom Reiz dieser vergangenen Kulturen angezogen. Am Beginn stehen die Klagen der minoischen Königstochter Ariadne, Lamento d’Arianna (1608) von Claudio Monteverdi, die noch Carl Orff im Jahre 1940 inspirierten. Überhaupt wurde die tragische Liebesbeziehung zwischen Ariadne und dem Athener Königssohn Theseus m. W. am meisten vertont, aber auch die schöne Helena (u. a. Operette von Jacques Offenbach, 1864), Iphigenie (u. a. Opern von Christoph Willibald Gluck, 1774 bzw. 1779) und Elektra (Oper von Richard Strauss, 1909) wurden in Musik ge-setzt. Der Librettist von "Elektra" Hugo von Hofmannsthal schrieb sein Stück durch die Kenntnis von Schliemanns Mykene-Grabung. Weitere Sagengestalten aus minoisch-mykenischer Zeit, die vertont wurden, sind z. B. Antigone, Penelope, Odysseus oder Europe, Idomeneus und Minos. An Komponisten wären hier noch u. a. zu erwähnen: Händel, Scarlatti, Bruch, Strawinsky, Fauré und Liebermann. Da bei dem Vortrag auch einige Musikbeispiele erklingen sollen, wird die übliche Vortragszeit von 60 Minuten etwas überschritten werden.

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Vorschau 2015

Stand: 16.06.2015

Änderungen vorbehalten!

 

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Dr. Reinhard Witte
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