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Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums Ankershagen, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. In letzter Zeit werden u. a. auch allgemeine Themen zur Altertumswissenschaft und zur Geschichte Griechenlands behandelt. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt. Ende August 2017 verabschiedet sich Dr. Witte altersbedingt aus seinem Amt.


8. Januar 2017, 11:00 Uhr (2. Sonntag des Monats!) | Vortragsraum des Museums

162. Sonntagsvortrag

"In Gegenden, wo die Künste geblüht haben, sind auch die schönsten Menschen gezeugt worden."
(J. J. Winckelmann)

Drei Jubilare in der Altertumswissenschaft:
Johann Joachim Winckelmann (300. Geburtstag am 9. Dezember)
Theodor Mommsen (200. Geburtstag am 30. November)
Jean Louis Burckhardt (200. Todestag am 15. Oktober)

Wir beginnen die Sonntagsvorträge im neuen Jahr mit der Vorstellung von drei Jubilaren in der Altertumswissenschaft – von zwei sehr bekannten (Winckelmann und Mommsen) und einem nahezu vergessenen (Burckhardt). Die größte Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wird unbestritten der 300. Geburtstag Winckelmanns erhalten. Der in Stendal geborene Sohn eines armen Schusters brachte es in seinem vergleichsweise kurzen Leben zum Aufseher über die Altertümer in und um Rom. Seine "Geschichte der Kunst des Alterthums" machte ihn zum Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und der vergleichenden Kunstgeschichte, zum "Vater der klassischen Archäologie". Im nächsten Jahr, 2018, jährt sich sein Todestag (Ermordung) zum 250. Mal (das Winckelmann-Museum in Stendal bereitet sich intensiv auf beide Jubiläen vor und steht auch wie unser Schliemann-Museum im "Blaubuch" der Bundesregierung). Nicht weniger bekannt ist Theodor Mommsen, der zu Schliemanns Zeiten und darüber hinaus lebte und forschte. Auch er war der Sohn eines Pfarrers. Mommsen war hauptsächlich Professor für römische Geschichte an der Berliner Universität und Herausgeber der Quellensammlung "Corpus Inscriptiorum Latinarum". Für seine mehrbändige "Römische Geschichte" erhielt er 1902 sogar den Nobelpreis für Literatur! Mommsen war auch ein höchst politischer Mensch und geriet z. B. mit Bismarck in Konflikt. Heute wohl völlig vergessen ist der Schweizer Orientreisende Jean Louis (Johann Ludwig) Burckhardt. Wir erinnern an den mit knapp 31 Jahren in Kairo Verstorbenen, der sich Scheich Ibrahim Ibn Abdallah nannte, weil er sich um die Entdeckungen der Nabatäerstadt Petra und des nubischen Tempels von Abu Simbel verdient gemacht hat.

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Vorschau 2017

Stand: 02.01.2017

Änderungen vorbehalten!

 

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Dr. Reinhard Witte
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