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Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Heinrich-Schliemann-Museums Ankershagen, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. In letzter Zeit werden u. a. auch allgemeine Themen zur Altertumswissenschaft und zur Geschichte Griechenlands behandelt. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt. Ende August 2017 verabschiedet sich Dr. Witte altersbedingt aus seinem Amt.


5. März 2017, 11:00 Uhr | Vortragsraum des Museums

164. Sonntagsvortrag

"Ich kann [...] aus eigener Wahrnehmung bezeugen, daß die Schilderungen Schliemanns wahrheitsgetreu sind. Da auch Hr. Burnouf [...] hier ist, so wird jedenfalls die Authencität dieser letzten Ausgrabungen [1879] gesichert sein." (R. Virchow)

Émile Burnouf (1821-1907) und seine Beziehungen zu Heinrich Schliemann

Heinrich Schliemann zog bei seinen zahlreichen Ausgrabungen in Troia, Mykene, Orchomenos und Tiryns auch Fachleute aus unterschiedlichsten Wissensgebieten zu Rate. Zum Teil arbeiteten diese sogar zeitweise auf den Ausgrabungsplätzen mit. Die bekanntesten Helfer sind Rudolf Virchow und Wilhelm Dörpfeld, denen bereits Sonntagsvorträge gewidmet waren. Ein anderer war der französische Orientalist und Altphilologe Émile Burnouf, der 1879 für zwei Monate bei der Ausgrabung in Troia dabei war. Über ihn ist nur sehr wenig bekannt; ein Foto von ihm scheint nicht zu existieren. Geboren wurde Burnouf am 26. August 1821 in Valognes (Normandie), verstorben ist er am 15. Januar 1907 in Paris. Von 1867 bis 1875 war er Direktor der École française d’Athènes, also der französischen archäologischen Schule in der griechischen Hauptstadt. Schliemann lebte seit 1869 in Athen und wandte sich an Burnouf zuerst wegen der zahlreichen Svastika-Zeichen auf den aufgefundenen trojanischen Spinnwirteln. Im Archiv des Heinrich-Schliemann-Museums befinden sich 132 Briefe Burnoufs an unseren welt-berühmten Kaufmann und Forscher. Diese wurden vor einiger Zeit von der ehemaligen Französischlehrerin des Privatgymnasiums Torgelow, Frau Heike Ujma, übersetzt. Die Briefe stehen im Mittelpunkt des Vortrags, der damit auch ein Dankeschön an die Übersetzerin ist. Émile Burnouf ist der Verfasser eines Wörterbuches Französisch-Sanskrit. Er befasste sich außerdem mit den Religionen der Welt. Seine Schriften riefen und rufen Widerspruch hervor. Ihm wird vorgeworfen, die Theosophie und die arische Rassenideologie beeinflusst zu haben. Darauf kann der Vortrag aber nicht eingehen.

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Vorschau 2017

Stand: 24.02.2017

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Dr. Reinhard Witte
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