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Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Museums, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt.


12. April 2015, 11:00 Uhr – 2. Sonntag im Monat (wegen Ostern) | Vortragsraum des Museums

142. Sonntagsvortrag

"Dörpfeld (ist) zum Lehrer einer ganzen Generation in der griechischen Architekturgeschichte geworden." (Georg Karo)

Wilhelm Dörpfeld
(zum 75. Todestag des Weggenossen Schliemanns am 25. April)

Wilhelm Dörpfelds Todestag jährt sich am 25. April 2015 zum 75. Mal. Das nimmt dieser Sonntagsvortrag zum Anlass, sich mit diesem bedeutenden Architekten und Altertumsforscher zu beschäftigen. Für viele ist er heute nur noch als Mitstreiter und Nachfolger Schliemanns in Troia, Orchomenos und Tiryns bekannt. Die Beziehung beider Männer wird natürlich auch ein Vortragsschwerpunkt sein. Darüber hinaus erinnern wir auch daran, dass er große Forschungen u. a. in Olympia (seit 1877), in Athen (seit 1880er Jahre: Akropolis, Dionysos-Theater, Agora) und in Pergamon (1900-1911) durchführte. Von 1887 bis 1912 hatte Wilhelm Dörpfeld die Leitung des Deutschen Archäologischen Insti-tuts in Athen inne. Für sein Wirken in der Altertumsforschung wurde er mit zahlreichen Ehrungen überhäuft. Insgesamt erhielt er rund 100 Auszeichnungen, darunter sieben Ehrendoktorwürden und vier Ehrenbürgerschaften (von Olympia, Leukas, Kerkyra und Delphi). Besten Kontakt pflegte Dörpfeld mit Kaiser Wilhelm II. (auch noch nach dessen Abdankung im Jahre 1918). 1929 wurde ihm der königliche Hausorden der Hohenzollern verliehen. – Es gibt ein hübsches Faktum beim Vergleich Schliemanns und Dörpfeld. Während ersterer im Laufe seiner Forschertätigkeit seine strenge Homer-gläubigkeit verringerte, wurde der ehemalige Realist in seinen letzten Lebensjahrzehnten immer mehr von den Geschichten um Odysseus in den Bann gezogen. Dessen Heimat wollte er in Leukas (nicht Ithaka!) gefunden haben, worüber alle nur mitleidig lächeln konnten.

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Vorschau 2015

Stand: 05.03.2015

Änderungen vorbehalten!

 

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