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Sonntagsvorträge

Seit Mai 2003 hält der Leiter des Museums, Dr. Reinhard Witte, an jedem ersten Sonntag im Monat jeweils 11:00 Uhr einen speziellen Vortrag zu Heinrich Schliemann bzw. zu den Kulturen, die dieser mit als erster erforschte. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung benötigen die Besucherinnen und Besucher nur eine ganz normale Eintrittskarte für den entsprechenden Tag. Die Vorträge dauern in der Regel 60 Minuten. Danach heißt es: Besucher fragen, der Museumsleiter antwortet. Erst ab dem 100. Sonntagsvortrag (Oktober 2011) werden teilweise Themen wiederholt.


5. Mai 2013, 11:00 Uhr | Vortragsraum des Museums

119. Sonntagsvortrag

"Wer wird nicht einen Klopstock loben? Doch wird ihn jeder lesen? – Nein.
Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein." (G. E. Lessing)

Aus Schliemanns Büchern VI: Orchomenos. Bericht über meine Ausgrabungen im Böotischen Orchomenos. Leipzig (F. A. Brockhaus) 1881

In meiner jahrelangen Beschäftigung mit Heinrich Schliemann, bei Publikationen, Vorträgen und auf Kongressen merkte ich zu oft, dass viele über den berühmten Kaufmann und Forscher schrieben und sprachen, seine Bücher jedoch wenig kannten. Eifrig gelesen wurde seine Selbstbiographie, die er seinem Buch "Ilios. Stadt und Land der Trojaner" voranstellte und die dann nach seinem Tod in veränderter und ergänzter Einzelausgabe in zahlreichen Auflagen bis heute erschien. Eifrig gelesen wird auch in seinen nachgelassenen Schriften, seinen Reise- und Ausgrabungstagebüchern und seinen Tausenden von Briefen. Nach 100 Sonntagsvorträgen war es nun höchste Zeit, eine neue Reihe zu eröffnen: "Aus Schliemanns Büchern". In bisher sechs Sonntagsvorträgen haben wir uns mit Schliemanns ersten fünf Büchern beschäftigt, zuletzt im 117. und 118. Sonntagsvortrag mit "Ilios. Stadt und Land der Trojaner" – Schliemanns wohl bekanntestem Buch. Heute weitgehend kaum gelesen ist sein 58 Seiten zählendes Büchlein über Orchomenos. Seine Ausgrabungen dort waren nicht so spektakulär wie in den Hauptgrabungen in Troia, Mykene und Tiryns. Homer hatte neben Troia und Mykene nur noch den Ort Orchomenos mit dem Epitheton "goldreich" geschmückt. Schliemann fand dort im Jahre 1880 zwar keine Schätze, aber das "Schatzhaus des Minyas", ein Kuppelgrab mit einer imposanten Steindecke in seiner Grabkammer (Thalamos). Das Werk hat nur drei Kapitel: "Von Athen nach Orchomenos", "Orchomenos" und "Copae". Schliemann grub 1881 und 1886 nochmals in diesem berühmten Ort in Böotien.

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Vorschau 2013

Stand: 21.04.2013

Änderungen vorbehalten!

 

Rückblick 2003-2013

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Sonntagsvorträge

Dr. Reinhard Witte
Dr. Reinhard Witte
Rückblick

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