Mecklenburgische Seenplatte

Im Süden Mecklenburgs befindet sich ein eindrucksvolles Idyll - die Mecklenburgische Seenplatte. Geprägt durch die letzte Eiszeit besticht die Landschaft durch ihre besondere Vielgestaltigkeit. Mit ihren mehr als tausend Seen, angrenzenden Flüssen und Kanälen gilt sie als das größte geschlossene Seengebiet Europas. Dazwischen erobern weite Felder, unberührte und schützenswerte Natur die Region. Hier befinden sich die ältesten Buchenwälder Europas. Einer der fünf Naturparks der Mecklenburger Seenplatte ist der Müritz Nationalpark, der heute zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Mittendrin liegt die Müritz. Mit einer Fläche von 112 km² ist sie der größte Binnensee Deutschlands. Unzählige Tier- und Pflanzenarten haben hier ihren (ursprünglichen) Lebensraum, wie z.B. der Fischadler oder der Eisvogel.

Havelquellgebiet

Die Havel ist einer der längsten Nebenflüsse der Elbe und prägt die Landschaft Norddeutschlands. Ihren historischen Ursprung hat sie inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte, östlich der Müritz, in der Nähe der Gemeinde Ankershagen. Südlich des Mühlensees ist sie noch ein kleiner quellender Bach. Vom sogenannten Dieckenbruch fließt sie dann 334 km südlich und passiert dabei Brandenburg, Berlin und schließlich Sachsen-Anhalt.

Findlingsgarten in Friedrichsfelde

Unmittelbar an Ankershagen schließt sich der kleine Ortsteil Friedrichsfelde an. Im örtlichen Gutspark wurde 2005 ein Findlingsgarten angelegt, in dem 40 unterschiedliche Gesteine in kreisförmiger Anordnung einen Einblick in die Entstehung der eiszeitlich-geprägten Landschaft geben. Kleine Schautafeln informieren über die jeweilige Steinart, das Alter und ihre Entstehung.

Radweg Berlin – Kopenhagen

Natur „er-fahren“ und das mit dem Rad auf einer 650 km langen Strecke. Ein grün-blaues Band verbindet zwei Länder und dazwischen ein Meer. Auf dem Radweg Berlin – Kopenhagen kommt der Radbegeisterte in den Genuss beeindruckender Landschaften und einzigartiger Sehenswürdigkeiten. Die Strecke führt auf gut ausgebauten Wegen etwa 350 km durch Brandenburg und Mecklenburg. Entlang weiter grüner Wiesen, uriger und naturbelassener Wälder und der zahlreichen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte, führt der Radweg direkt vorbei am Heinrich-Schliemann-Museum. Eine kleine Rast lohnt sich: das beschauliche Pfarrgelände bietet Raum zum Erholen, zum Entdecken und Entspannen. Der Weg führt weiter durch die Städte Waren mit ihrem beschaulichen Hafen und Güstrow, neben Neustrelitz eine der zwei Residenzstädten entlang der Route. In der alten Hansestadt Rostock schließlich geht es mit der Fähre über die Ostsee nach Gedser und auf das dänische Festland. Die restlichen 300 km präsentieren die Schönheit des Südens Dänemarks mit seinen romantischen Stränden und imposanten Steilküsten.

Eingangsbereich zum Müritz-Nationalpark

Vor den Toren der kleinen Gemeinde Ankershagen befindet sich der Müritz-Nationalpark. Besucher haben die Möglichkeit, einen Eindruck von der Umgebung und den Besonderheiten der Landschaft zu bekommen. Wanderwege führen die Besucher auf verschiedene Pfade durch den Nationalpark.

Burg Penzlin

In der kleinen Stadt Penzlin, 8 km von Ankershagen entfernt und südöstlich von Neubrandenburg gelegen, befindet sich eine der beeindruckendsten Burganlagen Mecklenburgs. Ihr Ursprung reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Einst Fürstensitz, wurde sie um 1500 zum Stammsitz der Adels-Familie Maltzahn. Mit dem Einzug der Hexenverfolgungen in Europa, war Mecklenburg mit bis zu 4.000 Prozessen eine der Kernzonen. 1560 wurde in der Burg ein „Hexenkeller“ eingerichtet, in dem beschuldigte Männer, Frauen und Kinder verhört und grausam gefoltert wurden. Seit 1941 hat die Stadt Penzlin die Burganlage aufgekauft und hier ein Museum eingerichtet. Anfang der 90er Jahre fanden umfassende Sanierungsarbeiten statt. Besucher können die alten Gemäuer unter dem Thema Alltagsmagie und Hexenverfolgung erkunden.

Louisengedenkstätte in Hohenzieritz

Hohenzieritz befindet sich nur wenige Kilometer von Ankershagen entfernt, in Richtung Neustrelitz und beherbergt heute nicht nur einen der ältesten Landschaftsparks Norddeutschlands, sondern gilt auch als geschichtsträchtiger Ort. Hier befindet sich das Schloss, ein frühklassizistischer Bau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, dem der 25 ha große Park nach englischem Vorbild angegliedert ist. Königin Luise von Preußen zog es mehrmals in diese traumhafte Residenz. Der Vater, Herzog Carl II. von Mecklenburg Strelitz hatte im Schloss seinen Sommersitz. Am 19. Juli 1810 starb Luise hier unerwartet. In ihrem Sterbezimmer wurde bereits 1813 eine Gedenkstätte eingerichtet, die seit einigen Jahren wieder im restaurierten, ursprünglichen Zustand von Besuchern besichtigt werden kann.